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Meinungen zum Thema, Aktuelles, Aphorismen
Krieg ist eine langweilige Krankheit. Gesundheit birgt ein spannendes Leben in sich.
Kriege sind große Jungsspiele.

Kinder sind das stärkste Potential unserer Gesellschaft. Ihre Sichtweise ist noch unverfälscht. Erwachsene profitieren davon, indem sie ihre Kinder
begleitend , nicht er-ziehend, neu ver-stehen.

Kinder orientieren sich nur zu einem geringen Teil an dem, was Erwachsene ihnen SAGEN. Als Basis ihrer Verständigung und Orientierung nehmen sie das an und in sich auf, was Erwachsene, ihre Bezugspersonen, TUN, wie sie sich VERHALTEN, wie sie ERLEBBAR sind. Das ist die Verantwortung Erwachsener, stimmig in ihrem Tun und ihren Aussagen zu sein.

Die Wurzeln(=Kinder) unserer Gesellschaft sind brüchig, das liegt daran, daß wir zu wenig Kenntnis haben über die Bedürfnisse eines Menschen von der Zeugung an. Mit der -
unverschuldeten - Unkenntnis ist die breite Bevölkerung gemeint. Ein Kenntnis-Anfang für die Öffentlichkeit wird mit der Durchführung des Modellprojektes gemacht.

Bestimmte Berufsbereiche - z.B. die im sozialen Bereich Tätigen - haben längst durch Forschung und Wissenschaft herausgefunden, daß die wesentlichen , prägenden Beeinflus-sungen in der Pränatalzeit des Menschen liegen. Dort beginnen, in positiven wie negativen Eindrücken, die Grundlagen seines Lebensgefühls. Diese werden hauptsächlich durch die Mutter übertragen, die mit ihrem Fötus eine Einheit bildet. Ihre Stimmungen sind auch die seinen und sind für ihn nicht unterscheidbar, sozusagen unreflektiert. Sie sind das Leben selbst, wie sie es erlebt. Daher ist zu erklären, daß z.B. ein sich unwillkommen fühlender Mensch ebenso wenig wie ein sich willkommen fühlender Mensch weiß, woher er dieses Lebensgrundgefühl hat. Es begann in seiner vorgeburtlichen Lebenszeit, zu der er bewußt keinen Zugang mehr hat.

Das professionelle Wissen um das grundsätzlich prägende Lebensgefühl in der vorgeburtlichen Entwicklung wird in der Öffentlichkeit noch nicht genutzt. Damit berauben wir uns wesentlicher, menschlicher Ressourcen, die sich stützend auf die Gesellschaft auswirken würden.

"Kinder sind schwierig"? Stimmt das?. Es wird so oft behauptet. Die Wahrheit ist, Erwachsene sind für Kinder schwierig zu verstehen. Deren Schwierigkeiten leben sie ihnen, den Erwachsenen, dann vor,
spiegeln sie ihnen unbewußt wider: Ihre Unstimmigkeiten, ihre Ambivalenzen, ihre Orientierungslosigkeiten, die sich widersprechenden Äußerungen, Aufträge, Wahrnehmungen usw.

Immer "neue" Reparaturbetriebe? - Für jede, auch herbeigeredete Krankheit, stehen professionelle oder dafür auszubildende Helfer in den Startlöchern. Wir werden immer unmündiger gemacht und geben unsere Eigenverantwortung an die "Heilenden" ab. Dabei haben wir längst die Möglichkeit, von Natur aus Gesundes gesund zu erhalten.
Darauf sollten wir unser Augenmerk lenken: Die menschlichen Wurzeln gesund zu erhalten . Dazu sind wir heute bewußt in der Lage. Sowie wir auch bewußt in der Lage sind diese Wurzeln zu beschädigen. Wir können uns daher nicht mehr der Verantwortung für werdendes Leben entziehen.

Ein Hilfe-Suchender braucht Entlastung, Unterstützung, ein begleitendes, verstehendes Hilfs-Ich. Der Rat, Selbstheilungskräfte zu aktivieren ist ein Paradoxon in sich. Selbstheilung setzt eine
Verletzung des Selbst voraus. Ein Mensch verletzt sich nicht selbst (s.a. Stabilisierungsgesetz,Jean Liedloff. Selbsterhaltungstrieb ).
Die Verletzungen kommen
immer von außen: Beginn in der frühen Kindheit. Ein unbeschädigtes Selbst weiß sich und wird sich sofort vor Verletzungen schützen. Es ist vom Wesen seiner Natur her dafür bestens ausgestattet. Bei nicht gelingendem Schutz setzt ein Mensch ohnehin seine Selbstheilungkräfte ein. Diese muß man ihm nicht antragen.

Tiere:
Frei nach Loriot: Ein Leben ohne Hund ist möglich aber sinnlos.

Wer aufmerksam mit seinem Tier umgehen
kann, hat einen unermeßlichen Schatz: Es bringt ihm ohne Druck bei, wie er sich zu benehmen hat.
Tiere und Kinder
sind die beste Orientierung, wenn ein Mensch sich wieder finden will.

Was der Mensch braucht, das muß er haben (nicht mehr und nicht weniger).

Es gibt etwas, das mehr noch ist als Liebe und stärker auch. Es versetzt in einen ruhigen, glücklichen Zustand. Das ist gegenseitige Verbundenheit. Liebe ist Voraussetzung und Grundlage für Verbundenheit. >>>Freiheit durch Bindung.

Diese Welt ist eine Welt der "Erwachsenen", die zumeist beschädigte Kinder sind, die nun endlich, mit fortschreitendem Alter, Versagungen, Entbehrungen aus der Kindheit einklagen. Das sind die hintergründigen Quellen aus denen das Verhalten, das Mit- bzw. Gegeneinander in unserer Gesellschaft gespeist wird. Es wird, wenn wir so weiter machen, niemals eine Welt für Kinder sein und wir werden niemals wirkliche Erwachsene haben, an denen sich Kinder orientieren können.
 
        
 

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Geburt: Während des Geburtsvorgangs braucht die werdende Mutter "privacy". Sie sei in der Situation des Gebärens wie auf einem anderen Planeten. Der Neokortex sei ausgeschaltet und das Althirn in Aktion. Geschäftige Aktivitäten um ihre Person (helles Licht, Kreißsaalatmosphäre) hindere sie an ihrer natürlichen Wahrnehmung, an "privacy" und kompliziere die Geburt. (Michel Odent)

Intellekt: Wir sollten uns auch sonst in den meisten Situationen auf unser Gefühl verlassen, statt dem Intellekt das Zepter zu über-lassen. "Seit der Intellekt mit seinem Bündel von Theorien das Feld der Erziehung übernommen hat, sind die Wechselfälle, denen menschliche Kleinkinder ausgesetzt waren, vielzählig und schrecklich. Die Gründe dafür, die Methoden der Kinderaufzucht zu verändern, haben nie viel Ähnlichkeit mit den 'Gründen' des Kontinuums aufgewiesen; und zielten sie tatsächlich einmal in die richtige Richtung, jedoch ohne Beziehung zu den Prinzipien des Kontinuums, dann blieben sie bruchstückhaft und unfruchtbar".
"Der Kern der Sache ist, daß das Kontinuum-Gefühl, wenn ihm gestattet wird, während unseres ganzen Lebens zu wirken, unsere Interessen besser wahrnehmen kann, als jedes intellektuell ausgeklügelte System es auch nur ansatzweise fertigbrächte". (Jean Liedloff)

UNICEF ja, 5o Jahre UNICEF, ja, dass sich weltweit eine Organisation für hungernde Kinder einsetzt, ja. Aber müssen sich unsere Medienbekannten nun ständig präsentieren, wie sie vor den Kindern lachen, sie in den Arm nehmen, Talkshows mit ihren Aktivitätsgeschichten füllen usw. Sie werden unter Sicherheitsvorkehrungen dahin gebracht und abgelichtet. Wer wirbt für wen. Das wird langsam lästig, denn:
Nun kommt das nachdenklich Stimmende: unsere Kinder sollen animiert werden für den UNICEF-Gedanken zu werben, vermutlich auch, um ihnen "die Augen zu öffnen", wieviel Armut es unter Gleichaltrigen auf der Welt gibt. Mit Kindern kann man alles machen, noch... Sie sind unbefangen, offen, liebesfähig. Was denkt so ein Kind:
Was ist mit mir, warum ist Vater nie da, warum "kriegt Mutter mich schon auf die Reihe", mit ihrer Berufstätigkeit. Warum werde ich geschlagen, sexuell mißbraucht, warum kümmert sich niemand in diesem reichen Land um mich. Warum werde ich mit Geschenken vollgestopft und abgespeist. Ich bin reich, ich muß nicht hungern aber innerlich bin ich arm. Ich kann nachts nicht schlafen, ich liege mit offenen Augen da, ich weine und weiß, dass es niemanden interessiert. Ich sehe Kinder aus der dritten Welt, sie werden in den Armen ihrer Mütter gehalten, so selbstverständlich freundlich, ohne Getue. Sie haben nichts zu essen, sie sind äußerlich arm aber innerlich?...Wenn ich dort was zu essen hätte, würde ich sofort tauschen und in den Arm genommen werden, solange ich es will und so oft, wie ich es brauche.

Nun haben die Erwachsenen sich wieder was ausgedacht mit mir. Ich soll als reiches Kind dafür herhalten, dass gespendet wird für meine Altersgenossen. Ich soll Schuldgefühle wecken, auch bei mir selbst, keine Gefühls"ansprüche" stellen, mir geht es ja gut, ich muß nicht hungern. Ich soll Spenden"freudigkeit" anregen. Ich komme mir so betrogen, beschissen vor. Meine Mutter liebt sich mehr als mich, wenn sie mich "liebt" und ich tue ihr den Gefallen und lasse mich "lieben". Was bleibt mir anderes übrig, besser als keine Aufmerksamkeit.. Ich gelte als gestörtes Kind. Ich bin also noch schuldig, für das, was sie mir antun, wenn ich mich dagegen wehre. Es hat doch keinen Zweck.
Manchmal bin ich ein über"beschütztes" Kind. Das macht mich gereizt und ich kann dann weder sie noch mich achten.

Sie überfordern mich dauernd. Sie lassen sich scheiden und sind stolz auf mich, weil ich so verständig bin. Denn sie erklären es mir und ich "verstehe" es, weil ich stark sein muß, stärker als sie, ihnen zuliebe, damit sie nicht traurig werden und damit ich sie nicht verliere. Innerlich zerreißt es mich. Ich bin so verzweifelt und einsam. Ich muß viel zu stark sein. Meine Eltern wissen überhaupt nicht, wie man mit Kindern umgeht. Sie haben es nicht gelernt. Ihre eigenen Wünsche in ihrer Kindheit haben sie vergessen. Vielleicht ginge es mir besser, wenn sie sich wieder daran erinnern würden. Aber dann müßten sie meine Schmerzen tragen, wie ich jetzt ihre vergangenen.

Kein Kind soll mehr leiden. Fangen wir an.


"Ich habe keine Zeit". "Wofür hat sie die Zeit, die sie für micht nicht hat?" denkt das Kind...

In unserer so oft zitierten schnell-lebigen Konsumwelt verlieren auch soziale Handlungen ihren tieferen Wert und geraten ebenso in Gefahr, oberflächlich konsumiert zu werden. Wovor fürchten wir uns? Ist der Umkehrschluß die Lösung?: Weil wir vor tieferen, wertigeren Gefühlen Angst haben, bzw. sie nicht mehr kennen und erkennen, stürzen wir uns ins schnell-lebige Verkonsumieren: Arbeit, Fernsehen, Computer, Internet, kurzlebige "Freundschaften" usw. Wird dies eine mehr und mehr synthetische Welt? Der sogenannte Fortschritt ist für die natürlichen Wünsche und Bedürfnisse des Menschen eher schädlich und für ihn zutiefst unfortschrittlich und langweilig.

Das, was wir als Reifung der Persönlichkeit bezeichnen, ist nur der permanente Versuch, sich von den Wunden der Kindheit zu befreien. Ein Tier hat keine Reife, eine Pflanze nicht, ein Baum nicht, sie wachsen und sind. Da gibt es keine Bewertungen. Diese sind auch beim Menschen unangebracht.

Zum Allergiker wird ein Mensch, wenn seine Bedürfnisse nach Liebe und seine natürlichen Bemühungen darum mit ständiger, grundsätzlicher Lieblosigkeit erwidert, bzw. übersehen werden. Es entwickelt sich ein ambivalenter sensibler Zustand: der sehnsüchtige Wunsch nach Liebe, nach anerkennender Aufmerksamkeit und die gleichzeitige Furcht vor Nähe, die unvertraut und ängstigend ist.

So, wie wir für unsere physische Existenz den Boden unter den Füßen brauchen, brauchen wir für unsere psychische erfüllte Existenz diese tiefe sichere Ebene. Dort ist es klar, sensibel, offen für alles lebendige Miteinander. Eine Stufe darüber läßt die Persönlichkeit schon ein Stück von sich entfernen und es ist der Beginn von Mißverständnissen gegenüber der Welt, gegenüber Anderen und eine steigende Verunsicherung der eigenen Wahrnehmung, der eigenen Person, sich selbst gegenüber.
Die meisten Menschen bewegen sich auf mehreren Stufen darüber und kommunizieren verzweifelt und mißverständlich, weil die tiefste Ebene doch unerfüllt immer mitschwingt und irgendwie wieder erreichbar sein will. Nur ist jeder Versuch wirklich enttäuschend und umsonst, weil der Zugang in frühester Kindheit permanent verschlossen wurde. Die Folgen werden sein: ein Leben in zufriedener Resignation, bzw. Hinnehmen und ein Oberflächen-Trost: den Anderen geht es ja auch nicht besser.
 
        
 

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Theodor.F. Hau (1968) Frühkindliches Schicksal und Neurose "Ich werde doch kein Kind kränken."

Werner Schwidder (1969) Neurose und Psychoanalyse
   "Die seelische Gesundheit unserer Gesellschaft und aller ihrer Mitglieder wird sehr entscheidend davon abhängen, in welchem Umfang das Wissen über die Entstehungsbedingungen von Neurosen und psychosomatischen Erkrankungen allgemein bekannt wird und welche Konsequenzen die Gesellschaft für eine möglichst umfassende Prophylaxe trifft. Als erstes Ziel wäre anzustreben, daß ein Grundwissen über die Art dieser Erkrankungen und ihre Heilungsmöglichkeiten ebenso Allgemeingut der Kenntnisse wird, wie es heute im Bereich der körperlichen Hygiene bereits der Fall ist. Ich habe darauf hingewiesen, daß intellektuelle Teilkenntnisse eine wirkliche Erfassung der Zusammenhänge und damit notwendige Konsequenzen verhindern können. Wird aber die Tragweite der psychoanalytischen Ergebnisse ausreichend erkannt, können wir die Hoffnung haben, daß eines Tages weitere gesundheits- und sozialpolitische Maßnahmen geplant und verwirklicht werden, die eine Abstellung Neurose-verursachender Faktoren und damit eine wirksame Prophylaxe anstreben."

   Und sinngemäß: Wir haben nicht genügend ausgebildete Therapeuten um den Heilungsbedarf zu sichern. Deshalb müssen wir Eltern in ihrer Elternschaft mit unseren Kenntnissen über Kindbegleitung - auch vorgeburtlich - unterstützen.


Ludwig Janus
(2ooo) Der Seelenraum des Ungeborenen
   "Schließlich geht es in der Psychotherapie gerade um ein Annehmen und Mittragen von menschlichem Unglück, wozu wir Menschen gerade aus der Kraft und Präsens frühester Vital- und Verbundenheitsgefühle in der Lage sind."
   "Im Grunde ist es doch nicht so schwer zu verstehen, daß auch schon Kinder vor, während und nach der Geburt unglücklich sein können. Sie können sich und wir können sie und uns darin verstehen. Dies ist ein uraltes intuitives Menschheitswissen, das heute auf einer neuen Ebene bewußter, klarer und für alle verständlicher ausgedrückt werden kann."



Thomas Verny (1981) Das Seelenleben des Ungeborenen   
   "An erster Stelle sollte – für Eltern, Ärzte, Erzieher – für alle – stehen, ein gesundes Kind großzuziehen. Unser aller Hoffnungen, Träume und Einsichten gelten ihm; das Kind ist unsere Zukunft, und wenn diese Zukunft frei von den hässlichen Störungen und sinnlosen Leiden sein soll, die unsere Vergangenheit so oft vergällt haben, muss dieses Kind mit der Liebe und dem Respekt behandelt werden, das ein menschliches Wesen verdient."


Ivan Milakovic (1982) Vorgeburtliche Erfahrungen der Realität und Anpassungsprozesse. In:(Hrsg.) Hau T.F. u. Schindler S. Pränatale und Perinatale Psychosomatik
  "Das Wesentlichste ist doch ein Versuch, auf die Möglichkeit hinzuweisen, daß schon pränatal ein Teil unserer Psyche entstehen könnte; zweitens sollten wir auch für diesen Abschnitt unseres Lebens den 'blinden Fleck' beseitigen. Es wäre fruchtbar, zur Kenntnis zu nehmen, daß ein Teil unseres pränatal entstandenen Wesens das ganze Leben hindurch bleiben wird, daß er in Krisensituationen überhand nehmen kann, und daß wir uns nicht genug bewußt sind, wie nahe wir unserer pränatalen Lebensweise stehen.
   Wenn es also so ist, daß schon pränatal im Mutterleibe ein Menschenwesen mit uns einen Kontakt zu nehmen bestrebt ist, so sollten wir verpflichtet sein, ihm diesen Kontakt zu erleichtern und ihm einen menschlichen Empfang zu bereiten."

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   Die Empfindungen vor der  Geburt bereiten das emotionale Grundmuster des Menschen. Schon der Fötus zeigt seine Gefühle und kann sogar lächeln, unmutig sein.(s.a. Willkommenseite: Fötus in utero)

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   Traumatische Ereignisse verhindern Trauerarbeit

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   Immerhin räumen wir bei einem verhaltensauffälligen Menschen  schon ein, dass die Ursachen dafür in seiner frühen Kindheit, in der Familie zu finden sind.  
Aber die Familie ist das am schlechtesten ausgebildete System überhaupt, das wir haben.  Niemand würde in ein Haus einziehen, das ein nicht ausgebildeter Architekt gebaut hat, keiner würde die Brötchen bei einem Bäcker kaufen, in dessen Geschäft nicht sein Meisterbrief hängt usw. Für jeden Beruf ist eine qualifizierte Ausbildung mit abschließendem Zertifikat erforderlich. Aber Eltern und dem werdenden Menschen muten wir zu, irgendwie schon klar zu kommen. Das "irgendwie" hat zuweilen katastrophale Folgen und Auswirkungen für den Einzelnen und die Gesellschaft.

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   Deutschland ist eine sensationsheischende, mediengeschwätzige, gelangweilte, überheblich-larmoyante, ansprüchige (psychisch) Behindertengesellschaft geworden.
Kinder, Tiere und die Natur bleiben dabei auf der Strecke.

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Wilhelm Reich: "Wir müssen endlich von der Pathologie wegkommen und unsere Arbeit mit dem gesunden Kind beginnen."

 
        

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Zum Manifest von Gert Haucke: "Die Welt der Tiere das ist unsere Welt".

   Es gibt eine Möglichkeit, die katastrophalen Zustände zu verändern, eine Möglichkeit, die wir bisher noch nicht explizit genutzt haben. Das bedeutet,  die Wurzeln unserer Existenz zu beleuchten. Unsere früheste Kindheit, unsere Existenz, die mit der Zeugung beginnt und die eine fundamentale Prägung, physisch wie psychisch, im Mutterleib erfährt. 

   Bisher gab es nur Absichtserklärungen. Beispielsweise schonender mit der Umwelt umzugehen, liebevolleres Miteinander, sich um die Armen dieser Welt zu kümmern usw. Es gibt Einrichtungen die geschädigten Kindern helfen sollen. Bündnis für Kinder gegen Gewalt, Jugendschutzbünde, Jugendliche sollen lernen gewaltfrei miteinander umzugehen. Wir laborieren an den Auswirkungen von Beschädigungen aus der frühen Kindheit herum. Wir pflastern Wunden anstatt unseren Blick darauf zu richten, diese zu vermeiden.  Der Mensch ist von Haus aus bestens ausgestattet, er ist ein soziales Wesen, liebesfähig und  bereit  seine Mitgeschöpfe zu achten. Ein Mensch, der in seiner Persönlichkeit respektiert, geliebt und geachtet wird, kommt nicht auf die Idee seinen Mitgeschöpfen Gewalt anzutun, sie leiden zu lassen, sie zu verbrauchen und sie zu missbrauchen.

   Der Spruch aus dem Poesiealbum wäre hier angebracht: "Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg' auch keinem andern zu". Der Umkehrschluss wäre folgerichtig: was man mir angetan hat, das tue ich auch Anderen an. Und es sind in der Tat die Menschen, die gedankenlos, abgestumpft hinnehmen, dass Tieren Schmerz und Leid angetan wird, die selbst keine Liebe erfahren haben,  die nur mit vager Sehnsucht wünschend ahnen, was Liebe, Anerkennung, Zärtlichkeit bedeutet. Es ist nicht erlebt und nicht genährt worden, die Anlagen dazu verkümmert. Es gibt auch solche, die sich fürchten dem Tierleid ins Auge zu sehen, weil sie nicht an den eigenen verborgenen Schmerz erinnert werden wollen, die Ablehnung, die Vernachlässigung, die Einsamkeit. Oder diejenigen, die mit süßlicher Liebe den Tieren begegnen,  denen es gut geht und die dabei in ihrem Gefühl sich selber erleben wollen, bzw. sich selber meinen. Dann gibt es noch jene, die sich rächen wollen: Dir soll es nicht besser gehen als mir. Du bekommst genauso unschuldig wie ich Schmerz und Gewalt ab.

   Es gibt bereits einige verantwortlich-fühlende Menschen, die beklagen, dass es keine Ausbildungsmöglichkeit für Eltern gibt. Dass sie nicht wussten, was auf sie als Eltern zukommt. Und richtig ist, dass wir für jeden Beruf, den wir ausüben wollen eine gründliche Ausbildung vorweisen müssen mit abschließendem Zertifikat. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Niemand würde in das gebaute Haus eines Architekten einziehen, der eine Kenntnis von seinem Beruf hat, wie es Eltern, bzw. potenzielle Eltern haben, nämlich nahezu gegen Null. Keiner würde Brötchen bei einem Bäcker kaufen, in dessen Geschäft nicht der Meisterbrief hängt usw. Ärzte, Lehrer, Juristen müssen vorweisen können, dass sie ihren Beruf gelernt haben, die Beispiele sind beliebig fortzusetzen. Nicht zu unterschätzen ist, dass eine Ausbildung eine gewisse Grund-Sicherheit gibt, an der sich orientiert werden kann. Eltern haben so etwas nicht. Man mutet ihnen zu, "es schon irgendwie zu können". Dieses "irgendwie" hat zuweilen katastrophale Auswirkungen auf den Einzelnen, den Staat und die Gesellschaft (s. auch "Zusammenfassung deutsch" und "Projektentwicklung") und resultierend daraus die Einstellung zur  Natur und Tieren.

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