Zusammenfassend seien die wesentlichen Punkte, die zum Projekt geführt haben, noch einmal genannt:

1. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des vergangenen Jahrhunderts im psychosozialen Bereich des Menschen bis zur heutigen Erkenntnis der ihn bereits prägenden prä-, peri- und postnatalen Phase müssen praktisch umgesetzt werden, zum Wohle des werdenden Lebens.Die praktische Umsetzung beinhaltet das Projekt. Frühzeitige Information zur Elternschaft müßte künftig zur Allgemeinbildung gehören.

2. Der Staat ist gefordert, diese Erkenntnisse in ihrer basalen Wichtigkeit und in der ganzen Tragweite zu begreifen und die daraus folgerichtigen Konsequenzen zu ziehen, d.h., Kosten dort einzusetzen, wo diese Erkenntnisse vorzeitig vermittelt werden. Seine Aussage: die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein.

3. Die Frauen tragen neun Monate die Welt aus. In dieser Zeit erfährt das Ungeborene ein grundsätzlich prägendes Lebensgefühl durch das Verhalten, die Einstellung seiner Mutter zu ihm. Ihr Verhalten wiederum wird durch ihre Umwelt beeinflußt. Demzufolge müßte das Wohl der werdenden Mutter zum vorrangigen Faktor in Gesellschaft und Staat werden und eine Neubewertung erfahren. Ihr muß Schutz in jeder Hinsicht zuteil werden, z.B. auch durch ausreichend finanzielle Unterstützung.
Genaugenommen sind nicht die Kinder unsere Zukunft, sondern die sie tragenden Mütter.

4. Es kann nicht mehr einzelnen, im sozialen Bereich Tätigen, die noch dazu minder bewertet werden, die Aufgabe zugemutet werden, Schäden auszubessern, die unwissende Eltern anrichten.

5. Das werdende Leben ist das stärkste Potential unserer Gesellschaft. Seine Bedürfnisse müssen Vorrang haben und von Beginn an beachtet werden, um unsere menschlichen Wurzeln gesund zu erhalten.

6. Wir können uns Nichtbeachtung der frühkindlichen Erwartungen und Bedürfnisse nicht mehr leisten. D.h., Eltern können nicht unwissend ein Kind in die Welt setzen, um uns selbst, unsere Zukunft und die Natur nicht weiterhin zu gefährden.

7. Die grobe Mißachtung schadet erstens dem Kinde selbst, zweitens seinen Eltern und drittens dem Staat, der mit den Auswirkungen wie Dissozialität, Kriminalität, Krankheiten usw. finanziell erheblich belastet wird und eine gut funktionierende Gesellschaft nicht mehr gewährleisten kann.

8. Ausdrücklich steht an erster Stelle die Emanzipation des Kindes. Die Emanzipation der Erwachsenen muß zurücktreten, wenn ein Kind zu versorgen ist und ist erst an zweiter Stelle möglich und zu beachten.

9. Die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes sind noch unverfälscht. Es ist kompetent und stark in seinem Kontinuum-Potential, von dem es geleitet wird. Die Erwachsenen profitieren durch ihr Bemühen, diese Wünsche zu erkennen und begleitend zu erfüllen für ihr eigenes Leben und können dadurch eigene frühere Schäden verstehen und bei sich heilen.

10. In einer technisierten Gesellschaft, die Geldzuwachs zum erstrebenswerten Ziel deklariert und in der soziale Not zum lästigen Faktor wird, ist der Untergang dieses Wertesystems vorprogrammiert.

11. Der Kostenfaktor für eine Institution „Emanzipation des Kindes" ist vergleichsweise gering zu den immensen Kosten, die frühkindliche Schäden später, z. B. im Gesundheitswesen verschlingen. Die Vorbeugung beträgt etwa 350 000 € im Jahr. Die nicht einmal gesicherte Beseitigung von Schäden geht in die Milliarden.

12. Es ist nicht zu erwarten, daß die informativen Bemühungen um kindgerechte Begleitung sofort wirksam und umsetzbar sind. Es ist aber notwendig geworden ein Zeichen zu setzen, z. B. in Form dieses Projektes, um außerhalb des Normallebens, die ursprüngliche Entwicklung des Menschen ins Blickfeld zu rücken, d. h., einen Standort zu besitzen, der diese Bewußtseinserhaltung garantiert.

13. Was die leeren Staatskassen anbetrifft, so muß dazu kritisch bemerkt werden, daß Geld vorhanden ist. Der Staat bewilligt 45 Millionen € für die Erforschung von genetischen Krebsanlagen und die Anlagen von psychiatrischen Defekten!
Bevor der Mensch in seiner ursprünglichen Entwicklung erkannt und respektiert wird, soll er genetisch manipuliert werden!

14. Wir müssen uns von der Überforschung abwenden und Erkenntnisse endlich prophylaktisch umsetzen, d.h., frühzeitig handeln.

Um es nochmals deutlich zu machen:
Elternschulen, Schwangerschaftsbegleitung sind zu spät angesetzt. In dieser Zeit sollten Vater und Mutter sich ganz auf das werdende Leben einstellen können, ohne neue Informationen zu verarbeiten, die sie irritieren könnten und damit das Ungeborene belasten. Das wäre - pointiert formuliert - so, als wolle ein Mathematikstudent ein paar Tage vor seinem Examen Wurzelrechnen lernen. Es liegt auf der Hand, daß er sein Examen nicht besteht und durchfallen wird. Eltern werden offiziell nicht durchfallen. Es sind ihre Kinder, die schweigend das Unwissen ihrer Eltern zu ertragen haben. Hätten Kinder eine Lobby, würden sie ihren Eltern in weitaus häufigeren Fällen, als wir annehmen, kein Zertifikat erteilen.

Wenn wir die Wurzeln unseres Seins bei uns selbst nicht achtend erfahren haben, werden wir aus Unwissenheit das Kind in seinen Bedürfnissen ebenso mißachten, bis es uns einmal eindeutig zeigt, daß es so nicht leben mag und kann. Es wird sein Kontinuum-Recht früher oder später einklagen. Bei extremer, permanenter Mißachtung äußert sich diese Einklage - in nicht mehr verstehbarer Form für Familie und die Gesellschaft - durch psychosomatische Krankheiten, auffälligem Verhalten, Dissozialität, Kriminalität, Drogenkonsum usw.

So ist es mehr als naheliegend, es ist erforderlich, unsere Chancen durch die erforschten Erkenntnisse endlich praktisch zu nutzen, d. h., hier, sie im Rahmen der Allgemeinbildung frühzeitig zu vermitteln.

Zum Abschluß sei aus den Ausarbeitungen von Celestines Prophezeiungen ein Zitat erwähnt: „Eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die das Wohlergehen von Kindern nicht in den Mittelpunkt ihrer Gesetze stellt, erfüllt Kindern gegenüber deshalb den Tatbestand der Nötigung, energetischen Körperverletzung und des seelischen Totschlags".



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